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Machts die Milch?

Macht‘s die Milch?

Milch – einst als Grundnahrungsmittel gelobt – gerät immer mehr in die Kritik. Und nicht ohne Grund.


Wie kann es sein, dass der Mensch das einzige Tier ist, das sich nicht von Milch entwöhnen lassen möchte?

Der europäische Milchdurst geht ca. 8000 Jahre zurück – davor vertrugen die meisten Menschen keine Laktose. Das hat sich erst durch den vermehrten Konsum – im kalten und nahrungsarmen europäischen Winter – geändert. In Afrika oder Japan verträgt die Bevölkerung Milch bis heute sehr schlecht.

Kalziumlieferant oder Milchmädchenrechnung?

Milch enthält zwar Kalzium, doch gleichzeitig eine große Menge Phosphor, das im Körper zu Übersäuerung führt. Diese muss abgebaut werden, wozu der Körper Kalzium benötigt. Eine Milchmädchenrechnung: Denn das Kalzium in der Milch reicht nicht aus, um die entstandenen Säuren abzubauen – wir benötigen körpereigenes Kalzium, um den natürlichen Säure-Basen-Haushalt wieder herzustellen. In Japan und Afrika, wo der Milchkonsum niedrig ist, müsste es eigentlich die meisten Osteoporosekranken geben. Doch das Gegenteil ist der Fall. Die höchste Osteoporoserate in Europa hat Schweden: 97% vertragen Milchzucker und der Milchkonsum liegt bei 99,4 kg pro Kopf/Jahr. Die niedrigste Rate in Europa finden wir in Frankreich: 58% vertragen Milchzucker und der Milchkonsum liegt bei 59,2 kg. Diese Zahlen legen den Schluss nahe, dass ein hoher Milchkonsum Osteoporose und somit Knochenbrüche eher fördert als verhindert. Ernährungsexperte Dr. med. Ernst Walter Henrich hat sich klar positioniert: Kuhmilch ist für den menschlichen Organismus nicht geeignet, denn die Milch ist für ein Kalb, das schnell wachsen und große Knochen ausbilden muss. Der in der Kuhmilch enthaltene Hormon-Cocktail gehört nicht in den menschlichen Organismus. Aus seiner Sicht fördert der Verzehr von Kuhmilch nicht nur Osteoporose, sondern auch Krebs, insbesondere Prostata- und Brustkrebs.

FAZIT Kuh- oder Schafsmilch enthalten – ohne Zweifel – sehr nützliche Bestandteile, aber nicht für Menschen, sondern für das jeweilige Säugetier.

Die Rolle der Milchindustrie

Trotzdem behauptet die Milchlobby weiter direkt oder indirekt, Milch sei notwendig für starke Knochen. Obwohl 2001 gerichtlich festgehalten wurde, dass diese Aussage nicht haltbar sei, und folgerichtig verboten wurde. Doch weil die Milchindustrie viel Geld an unserem Milchdurst verdient, setzt sie alle Hebel in Bewegung, um uns schon in frühester Kindheit an Milch zu gewöhnen. Erwähnt seien hier der „Schulmilchtag“ oder die Kampagne „Die Milch macht‘s“. Dabei ist die moderne Milchproduktion vollkommen unnatürlich, weshalb auch ethische Aspekte für die Abkehr von Tiermilch sprechen. Oft hört man den Satz: „Na, aber die Kuh muss doch gemolken werden.“ Das ist nur teilweise richtig. Die Kuh produziert Milch nicht für den Menschen, sondern für ihr Kalb. Endet die Stillzeit, endet die Laktation. Nicht so bei der Industrie-Kuh, denn diese wird wieder und wieder befruchtet. Dabei wird der Kuh das Kalb entrissen, das Kalb selbst wird mit Milchersatz großgezogen und die Kuh als Hochleistungsmilchkuh – die täglich 5-mal so viel Milch gibt wie normal – missbraucht.

Milchgenuss ohne tierische Milch

Vielleicht sagen Sie jetzt: „Aber ich kann auf Milch und Käse nicht verzichten – das schmeckt so gut!“ Die Natur hat durchaus Alternativen im Programm: Mandel-, Reis-, Hafer-, Dinkel-, Kokos- oder Sojamilch. Diese Drinks gibt es in verschiedenen Variationen wie ungesüßt, gesüßt, mit Vanillegeschmack und vieles mehr. „Drink“ deshalb, weil die Milchindustrie gegen die Bezeichnung Pflanzenmilch geklagt und gewonnen hat. Es gibt auch diverse pflanzliche Käsealternativen und Süßigkeiten, die das milchfreie Genusserlebnis abrunden.

Gesunde Knochen ohne Milch

Und was können Sie für gesunde Knochen tun?

  1. Viel Bewegung – nur bei Belastung werden Knochen vom Körper aufgebaut.
  2. Sonnenlicht – produziert Vitamin D für die Kalziumaufnahme.
  3. Übersäuerung durch tierische Eiweiße, Industriezucker und Auszugsmehle vermeiden. Dem Körper reicht dann eine kleinere Menge an Kalzium, da nicht so viel für die Entsäuerung benötigt wird.
  4. Kalziumaufnahme durch die Ernährung: Blattgemüse, Wildpflanzen, Samen, Nüsse, Hülsenfrüchte. Erfreulicher Nebeneffekt: Diese Kalziumquellen bilden keine Säure.
Zurück zur Anfangsfrage: Warum wollen wir uns nicht entwöhnen lassen?

Vielleicht, weil wir einfach noch nicht darüber nachgedacht haben. In diesem Sinne hoffe ich, dass ich Ihnen einen kleinen Denkanstoß mit auf den Weg geben konnte, der Sie zum leichten, spielerischen und genussvollen Umdenken veranlasst.

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